Minjae Kim is back!

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Screenshot: Wyscout

Auch ich habe Minjae Kim für seine Leistungen in der vergangenen Saison oftmals kritisiert. Doch wie er sich gestern beim 3:1-Sieg des FC Bayern über Chelsea nach seiner Einwechslung zur Halbzeit zurückgemeldet hat, war beeindruckend.

Vielleicht hat es dem Innenverteidiger nach seinen langwierigen Achillessehnenproblemen sogar gutgetan, in den ersten Wochen der Bundesliga zunächst auf der Bank zu sitzen. So jedenfalls würde ich seine Leistung gestern Abend interpretieren. Es war sicher kein Zufall, dass der FCB seit seiner Hereinnahme nur noch drei gegnerische Abschlüsse zuließ.

In diesem etwas tieferen Verteidigen ragte Kim statistisch heraus. Obwohl er erst zur Pause kam, verzeichnete er die mit Abstand meisten Balleroberungen, die meisten Defensiv-Zweikämpfe sowie die meisten abgefangenen Bälle und Klärungsaktionen bei Bayern. Auch sein Timing im Herausverteidigen fand ich diesmal stark verbessert – sein jeweiliger Gegenspieler konnte so gut wie nie aufdrehen.

Grundsätzlich glaube ich, dass Kims Profil der bessere Fit neben Upamecano wäre. Für das Mann-gegen-Mann und das ständige Verfolgen des Gegenspielers bringt der Südkoreaner im Vergleich zu Jonathan Tah meiner Meinung nach mehr Dynamik mit, kann sich schneller drehen und ist antrittsstärker.

Wenn er künftig wieder konstanter die richtigen Entscheidungen trifft – wie bspw. gegen Chelsea –, seine in der Vorsaison sichtbaren Aussetzer abstellt und vor allem schmerzfrei spielen kann, dürfte er schon bald wieder häufiger den Vorzug gegenüber Tah in der Startformation erhalten.